Wir erkunden die öden Grenzgebiete

Diese Tour ist der ideale Kompromiss zwischen unseren fünftägigen Touren und den längeren achttägigen Expeditionen: Sie bietet mehr Zeit, um in die abgelegene Gebirgswelt einzutauchen, bleibt aber kürzer als eine ausgedehnte Expedition. Die Tour eignet sich auch für Einsteiger, ist jedoch etwas anspruchsvoller als unsere fünftägigen Touren.

An sechs Tagen erkunden wir die abgelegenen Gebirgsregionen zwischen Norwegen und Schweden. Wir durchqueren offene Landschaften und die weite Tundra – eine raue, stille Natur, in der wir nur selten anderen Menschen begegnen. Die Sámi nutzen diese Gebiete seit Jahrhunderten als Weideland für ihre Rentiere.

Je nach Wetter- und Schneeverhältnissen führt unsere Route durch die Berge und, wenn die Bedingungen es zulassen, auch durch den Rohkunborri Nationalpark und das berühmte Dividalen-Tal. Da wir in einer abgelegenen Gebirgslandschaft unterwegs sind, können sich Wetter und Schneeverhältnisse rasch ändern. Der genaue Tourverlauf bleibt daher flexibel.

Nach der Abholung am Ankunftsort und einer ersten Übernachtung auf unserer Huskyfarm beginnt die Reise mit einer gründlichen Einführung ins Hundeschlittenfahren. Wir machen uns mit der Ausrüstung vertraut, üben den Umgang mit den Hunden und bereiten uns gemeinsam auf die Expedition vor.

Die Übernachtungen finden je nach Streckenverlauf und Bedingungen in Hütten oder im Zelt statt. Jeder Teilnehmer führt sein eigenes Hundeschlittengespann und ist für das Ein- und Ausspannen der Hunde verantwortlich. Die enge Zusammenarbeit mit den Hunden und das gemeinsame Unterwegssein in dieser ursprünglichen Landschaft machen die Expedition zu einem besonderen Erlebnis.

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Diese Tour ist auch für sportliche Anfänger konzipiert. Man sollte sich vor Augen halten, daß Hundeschlittenfahren mehr beansprucht als ein Stadtbummel. Eine durchschnittliche körperliche Fitness reicht aber aus, wie sie etwa für Fahrradtouren mit Gepäck in mittelgebirgigem Gelände notwendig ist. Sehr wichtig ist die Fähigkeit der Anpassung an widrige Witterungsumstände und Schneeverhältnisse. Tatkräftiges Anpacken, Toleranz und Ausdauer sind sehr vorteilhafte Eigenschaften.

Auf dieser Tour wird in mehreren Etappen eine Acht durch das Gebirge gezogen. Welche Fahrtrichtung in diesem Kreis eingeschlagen wird, hängt von der Wetter- und Schneesituation ab. Meldet der Wetterbericht gutes Wetter zum Beginn der Tour, wird sofort der Nationalpark angesteuert. Wird jedoch besseres Wetter zum Ende der Tour vorhergesagt, wird der Nationalpark auf dem Rück-weg durchquert.

Bei der Beschreibung der Tour bewegen wir uns auf der Rundtour gegen den Uhrzeigersinn durch das Gebirge:

1. Tag
Ankunft am Flughafen Bardufoss und am Busbahnhof Setermoen mehr ...

Hier wirst Du vom Guide abgeholt und entweder zur Huskyfarm Innset oder zur Huskyfarm von Jan und Ane gebracht – je nachdem, wer dein Guide ist. Auf der jeweiligen Huskyfarm empfangen dich die vierbeinigen Teilnehmer der Tour, und du findest eine Ferienwohnung oder ein Gästehaus mit allem Komfort wie Dusche, Küche etc. Beim Abendessen in unser Restaurant werden die ersten Details der Tour besprochen.

(Es kann natürlich auch gerne ein paar Tage früher angereist werden. Das gibt mehr Zeit für den Spaß im Schnee: Huskies kennenlernen, Schneeschuh- oder Skiausflüge auf eigene Faust, Hundeschlitten-Tagestour ausprobieren, Entspannen in der Sauna, Akklimatisieren)

2. Tag
Dieser Tag wird komplett für die Vorbereitungen der Expedition genutzt mehr ...

Zunächst bekommt jeder sein Gespann zugeteilt, damit sich Hund und Mensch schon einmal beschnuppern können.
Danach kommt die Einweisung in die Kunst des Hundesschlittenfahrens an die Reihe. Ziel hierbei ist es, jeden Teilnehmer in die Lage zu versetzten möglichst selbstständig mit den Hunden und dem Schlitten umgehen zu können. Alle Fragen werden behandelt: Welcher Hund kommt wohin? Wozu dienen die vielen Leinen? Was mache ich, wenn ich umfalle usw.. Das Anschirren und Anleinen der Hunde wird praktisch geübt und eine kleine Hofrunde mit einem Gespann gibt erste Eindrücke über den zu erwartenden Spaß.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ausrüstung. Hier wird das Equipment der Teilnehmer gründlich auf die Tauglichkeit untersucht und fehlende Gegenstände ergänzt. Die Ausrüstung der Teilnehmer soll allen Gegebenheiten gewachsen sein. Um das zu gewährleisten können wir auch auf unser umfangreiches Ausrüstungslager zurückgreifen.
Ein Blick auf die Karte gibt einen ungefähren Einblick in den Ablauf der Tour.

3. Tag
Heute werden die Schlitten gepackt, die Hunde eingespannt und die Startleinen gelöst mehr ...

Ziel: Unser Lavvo (ein samisches Tipi) in Storbukta . Viele Kilometer werden über das Eis des Sees Altevatn zurückgelegt. Erst 500 Meter vor dem Lavvo wird das Eis verlassen und durch lichten Birkenwald das Lavvo angesteuert. Fahrtechnisch ist dieser Tag als Eingewöhnungstag zu bezeichnen.

Das Lavvo ist ein grosses komfortables Zelt mit einem guten Holzofen und Bänke zum Sitzen und Liegen. Hier werden wir eine gemütliche erste Nacht verbringen.

4. Tag
Nun geht es durch den Rohkunborri Nationalpark nach Leina mehr ...

Der vierte Tag führt durch das mit Birken bestandene “Große Tal” des Rohkunborri Nationalparks.
Hier sammelt sich oft der Schnee, der von den umliegenden Bergen herab geweht wird. Das gibt diesem Tal eine märchenhafte Stimmung. Lediglich die Spuren von Füchsen, aber auch von Luchsen oder dem Vielfraß erinnern daran, dass wir hier nicht ganz alleine sind.

Das Ziel ist eine kleine Hütte am See Leinavatne.

5. Tag
Der fünfte Tag führt die Gruppe Richtung Grenze mehr ...

Erst folgen wir den See Leinavatne einige Kilometer. Danach geht es einen Pass hinauf, der fast 800 Meter über dem Meer liegt. Die Landschaft wird weiter, die Berge abgerundeter und der Blick kann ostwärts weit über weiße Landschaften schweifen. Oben auf dem Pass haben wir eine beeindruckende Aussicht nach Westen nach Norwegen und Osten nach Schweden.
Vom Pass runter geht es auf der Tundra Sarevuopmi.
Die Bremsen der Schlitten schleudern Schnee in Fontänen hoch. Dann sind die ersten Birken des Tales erreicht. Durch diesen lockeren Birkenwald führt es nach Norden. Jetzt ist die kleine einsame Hütte für die Übernachtung nicht mehr weit.

6. Tag
Sollte das Wetter mitspielen, kann das Lavvu auch über einen Pass erreicht werden mehr ...

Dies wird unser längster Tag der Expedition . erst folgen wir der Tundra und kommen nach einigen Kilometern zu einem kleinen dichten Birkenwald. Dort müssen wir eine geeignete Passage finden und den Wald durchforsten. Es geht Richtung Schweden. In Schweden folgen wir dem See Kiehpanjärvi in Richtung Norwegen und in den Dividalen.
Unser Ziel ist eine kleine Hütte am Ende von Altevatne oder die von Tag 4 am Leinavatne.

7.Tag
Es geht richtung Westen mehr ...

Heute fahren wir Richtung Westen. Es geht auf den See Altevatn Richtung Lavvo in Storbukta. Den größten Teil des Tages werden wir auf dem See Altevatn verbringen. Hier können wir die mächtige Natur genießen.

8. Tag
Nach einer kurzen Waldfahrt ist das Eis des Sees Altevatn wieder unter den Kufen zu spüren mehr ...

Die Hunde merken schnell, daß es in Richtung Hundehütten geht und ziehen das Tempo an. Deswegen braucht die Dusche und die Sauna auf der Huskyfarm in Innset nicht lange auf die Teilnehmer warten. Aber vorher müssen die Hunde noch ausgeschirrt und die Schlitten entladen werden.

Ca. 160 Kilometer sind in anspruchsvollem Gelände zurückgelegt. Da freut man sich, wenn die Sauna die Muskulatur entspannen lässt.

Nach ein paar Stunden in unserem SPA beenden wir den Abend mit einem guten Essen in unserem kleinen Restaurant.

9. Tag
Frühstück und Abschied von den Hunden mehr ...

Danach findet der Transfer zu den Abreiseorten statt.

PS: Aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen, erheblichen Schneefall oder Lawinengefahr kann sich die Route ändern. Wir haben jedoch mehrere, landschaftlich sehr reizvolle Alternativrouten zur Auswahl.

Bitte unbedingt das Hundeschlitten ABC lesen!

Was man mitnehmen sollte …

Nachfolgend haben wir die notwendigen Ausrüstungsgegenstände zusammengetragen, die sich bei uns im Winter auf den mehrtägigen Huskytouren bewährt haben. Es sollte nicht wesentlich mehr mitgenommen werden, denn die Hunde sind nicht unbegrenzt belastbar.

Vor der Tour werden wir eine ausführliche Kontrolle durchführen, um eventuell fehlende Gegenstände zu ergänzen oder überflüssige in Innset zu deponieren.

Das persönliche Gepäck wird auf dem Schlitten in einem großen Sack verstaut. Es muss also nicht in einem See- oder Rucksack verpackt werden, sondern kann sich auf zwei oder drei Gepäckstücke verteilen.

“Gewisse Betriebsmittel” wie Rum, Whiskey oder ähnliches sind zwar nicht unabdingbar vorgeschrieben, haben sich aber sehr gut an Abenden in Hütten oder am Lagerfeuer bewährt.

Ausrüstungsliste

  • See-, Rucksack oder Tasche. Schlafsack, Ismomatte etc. können auch einzeln im Schlitten verstaut werden
  • Schlafsack bis -30° oder besseren Herbstschlafsack für die Kombination mit unserem Überziehschlafsack
  • Isomatte – nicht breiter als 55 cm
  • Unterhosen
  • Unterhemden (Skiunterwäsche: Wolle)
  • 1 lange Unterhose, dünn (Skiunterwäsche, am besten auch Wolle)
  • 1 lange Unterhose, dick! (Wolle oder Fleece)
  • 2 oder 3 Hemden oder dünne Pullover
  • 1 Pullover, dick (Wolle oder Fleece)
  • 1 Pullover, noch dicker (Wolle oder Fleece)
  • 1 Hose
  • 4 Paar Wollsocken unterschiedlicher Dicke
  • Überhose, winddicht
  • Anorak oder Jacke, winddicht, mit großer Kapuze. Ganz schlecht sind dicke Parkas. Hier ist das Zwiebelprinzip grob mißachtet. Da eine dicke Isolationsschicht in diesen Parkas vorgeben ist, läßt sich die Innentemperatur nicht vernünftig regulieren. Bei Bergetappen wird es darunter schnell viel zu warm. Im Ergebnis schwitzt man, alles wird feucht und somit kalt. Merke: Im Winter ist der Feind weniger das Frieren, sondern eher das Schwitzen! Viel besser ist eine dünne Jacke, die genügend Platz hat für mehrere Schichten Pullover. Eine dicke Daunenjacke ist toll, wenn man sich das Nordlicht ansehen will oder abends die Hunde füttert.
  • 1 Paar dicke Fäustlinge, winddicht
  • 1 Paar Fingerhandschuhe, zum Ein- und Ausschirren der Hunde
  • 1 Schal, Schlauchtuch oder Balaklava um das Gesicht abzudecken
  • 1 Paar Stiefel, sehr gut gefüttert, z.B. “Sorel Big Horn” oder besser, inkl. 2 Paar dicke Socken oder unsere Ausleih-Stiefel
  • Evtl. Gamaschen; z.B. wenn die Überhose nicht dicht am Stiefel abschließt
  • 1 Paar Turnschuhe oder Hüttenschuhe für die Hütten
  • 1 oder 2 Mütze(n)
  • Skibrille (ab Februar mit UV-Filter) gegen Schneetreiben
  • Ab März Sonnencreme. Mindestens Faktor 15, im April/Mai sogar mindestens Faktor 25
  • Messer, scharf, in einer Scheide oder als Taschenmesser
  • Thermosflasche (unzerbrechlich)
  • Stirnlampe, dazu Ersatzbatterien. Bei aufladbaren Lampen: Ersatzakku und Powerbank mitnehmen.
    Wenn der Akku nicht austauschbar ist: 2 Stirnlampen mitnehmen.
  • Fotoausrüstung, dazu Ersatzbatterien
  • Für Brillenträger eine Ersatzbrille! Die Brillengestelle sollten nicht aus reinem Kunststoff bestehen, da der bei Kälte schnell zerbröselt.
  • Evtl. Ohrenstöpsel für einen ruhigen Schlaf
  • Streichhölzer, Feuerzeug
  • Handtuch

Für den, der möchte, verleihen wir kostenfrei: einen warmen Overall, Winterstiefel und einen Überschlafsack, mit dem ein Herbstschlafsack (bis -5°) zum Super-Winterschlafsack wird, ein Rentierfell und Schneeschuhe.
Beim Kauf und der Anprobe der äusseren, winddichten Schicht muß unbedingt darauf geachtet werden, daß mit der Anzahl der getragenen Pullover und Unterhosen der Körperumfang erheblich zunimmt. Dann muß der Anorak und die Überhose immer noch leicht und luftig sitzen und keinesfalls den Bewegungsfreiraum einengen.

Die persönliche Ausrüstung (wärmende Kleidung, Unterwäsche zum Wechseln, Schlafsäcke, Isomatte, Stirnlampe + Batterien, Fotoausrüstung, Rücksack oder Tasche etc.) abzüglich der Kleidung, die man bei ca. -10 Grad angezogen hat, sollte das Gewicht von 20 kg nicht überschreiten. D. h. bei -10 Grad hat man maximal 20 kg persönliche Ausrüstung auf dem Schlitten.

Bitte unbedingt unser Ausrüstungsvideo Wer weniger friert hat es wärmer anschauen!

Ein guten Beitrag zur “mentalen Ausrüstung” und Vorbereitung auf eine Huskytour liefert übrigens die in unserem Shop erhältliche DVD „Husky-Expedition“. Sie vermittelt nicht nur einen visuellen Eindruck der Landschaft, sondern gibt auch einen kleinen Einblick in den Tourenalltag. Die Aufnahmen der Filmemacher Peter und Marc Metzler entstanden zum großen Teil auf Schlittentouren an den Rändern der Nationalparks Dividal und Rohkunborri.

PS: Diese Ausrüstungsliste ist nicht für den Huskyfarmurlaub/Familienurlaub gedacht. Denn bei den Urlauben werden z.B. weder Schlafsack noch Isomatte benötigt.

Zeitraum Dauer Veranstalter Freie Plätze
Saison 2026/2027
18.02.2027 - 25.02.2027 5+3 Tage Morten Klauer 0 Ausgebucht
28.02.2027 - 07.03.2027 5+3 Tage Anne Tysvær 0 Ausgebucht

Videos zur Tourenvorbereitung

Hundeschlittenfahren: So geht’s (Teil 1, 2 und 3)

In dieser dreiteiligen Serie möchten wir dem Anfänger einen kleinen Einblick in das Hundeschlittenfahren geben. Während unseres Einweisungstages vor der Tour gehen wir noch mal genauer auf die Einzelheiten ein.

Ein kleiner Lehrfilm – Teil 1
- Unsere Schlitten
- Schlitten sichern
- Hunde einschirren

Ein kleiner Lehrfilm – Teil 2
- Hunde vorspannen
- welcher Hund zuerst
- klare Befehle geben
- welcher Hund zuletzt
- Starten
- Bremsen
- Übersicht behalten

Ein kleiner Lehrfilm – Teil 3
- Lenken
- Gewicht verlagern
- Bremsen
- Ankern
- Schräghang fahren
- mit der Bremse lenken

Wer weniger friert hat es wärmer

Wie ziehe ich mich auf einer Schlittentour an? Welche Ausrüstung benötige ich? Wieviel Kleidungsschichten benötige ich bei großer Kälte? Ist Wolle als Unterwäsche am Besten? Welche Handschuhe sind die Richtigen?

Diese Fragen versucht das Video anschaulich zu beantworten.

Ein unbedingtes “muss” für die Vorbereitung einer Huskytour bei uns!

Schneesturm - na und!

Ein Schneesturm ist selten – aber er kommt vor. Das Video soll auf dieses Wetterphänomen vorbereiten und zeigen, daß diese Naturgewalt auch ein besonderes Erlebnis sein kann.
Richtige Kleidung sorgt dafür, dass ein Sturm nicht zum Problem wird, sondern als Naturphänomen auch genossen werden kann.
Auch wichtig: Schon beim Packen des Schlittens muß ich die Möglichkeit eines Schneesturm berücksichtigen.

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